Sonntag, 9. August 2015
Reiseerlebnisse zwischen Rhein und Ruhr
am 9. August 2015, 19:02 im Topic 'Bahnerlebnisse'
Neulich in der Bahn:
Der erste Tag nach den großen Ferien, ich habe mal wieder den Zug genommen. Leider hat die U-Bahn auf dem Heimweg ein Problem. Trotz einer Pufferzeit von 15 Minuten verpasse ich meinen Zug. Der RE1 ist keine Alternative - viel zu voll. Außerdem wurden die Abfahrtzeiten nie an die Menschenmengen angepasst, die dort ein- und aussteigen. Daher hat der Zug ständig Verspätung, denn die Aufenthalte im Bahnhof dauern viel länger als geplant.
Also versuche ich es mit dem RE2 nach Essen und von dort nach Bo-Wattenscheid. Dort steht mein Auto - ich habe mal was Neues ausprobiert.
Wer den Düsseldorfer Bahnhof kennt, weiß wie voll es dort gegen 18 Uhr ist. Wer ihn nicht kennt stellt sich einfach einen beliebigen Großstadt Bahnhof zu einer Stoßzeit vor. Umso erstaunlicher, dass man eine einzelne Frau deutlich krakeelen hört. Und nein, sie stand nicht neben mir. Die Entfernung betrug mindestens 20 Meter. Ok, sie ist offenbar stark betrunken. Das passiert schon mal.
Der Zug ist pünktlich und ich freue mich, denn er ist auch noch klimatisiert und ich finde einen Sitzplatz. Zu früh gefreut - die alkoholisierte Frau und ihr ebenfalls nicht nüchterner Begleiter steigen ein. Das nachfolgende Gespräch, das sich über zwei Sitzreihen ereignet dreht sich um Alkohol, fehlenden Alkohol und der Möglichkeit sich zu prostituieren, um an welchen zu kommen. Das ist nicht lustig, aber heimlich gucke ich, ob irgendwo eine versteckte Kamera die Reaktionen der Mitreisenden aufnimmt.
Zum Glück stellt sich der betrunkene Begleiter irgendwann schlafend und endlich herrscht etwas Ruhe, zumindest bis kurz vor Essen. Dann geht es wieder los.
Nun in Essen will ich eh umsteigen, aber wie es an solchen Tagen läuft - das alkoholisierte Pärchen auch. Und am Essener Hbf geht das Spektakel weiter. Die Frau schreit aus Leibeskräften, ein männlicher Mitreisender hält sie fest und schreit ebenfalls was das Zeug hergibt nach der Polizei. Er behauptet sie habe ihn bestehlen wollen. Ob das stimmt oder nicht sei dahingestellt. Ich bin froh als erst die Bahnsicherheit, dann die Polizei und schließlich mein Anschlusszug kommen. Endlich nach Hause...
Auf dem restlichen Heimweg in meinem ruhigen Auto frage ich mich zwei Dinge: was passiert, damit man an einem solchen Punkt im Leben ankommt und ist es falsch, wenn man davon genervt ist statt es rücksichtsvoll über sich ergehen zu lassen? Oder sind das vielleicht die falschen Fragen?
Der erste Tag nach den großen Ferien, ich habe mal wieder den Zug genommen. Leider hat die U-Bahn auf dem Heimweg ein Problem. Trotz einer Pufferzeit von 15 Minuten verpasse ich meinen Zug. Der RE1 ist keine Alternative - viel zu voll. Außerdem wurden die Abfahrtzeiten nie an die Menschenmengen angepasst, die dort ein- und aussteigen. Daher hat der Zug ständig Verspätung, denn die Aufenthalte im Bahnhof dauern viel länger als geplant.
Also versuche ich es mit dem RE2 nach Essen und von dort nach Bo-Wattenscheid. Dort steht mein Auto - ich habe mal was Neues ausprobiert.
Wer den Düsseldorfer Bahnhof kennt, weiß wie voll es dort gegen 18 Uhr ist. Wer ihn nicht kennt stellt sich einfach einen beliebigen Großstadt Bahnhof zu einer Stoßzeit vor. Umso erstaunlicher, dass man eine einzelne Frau deutlich krakeelen hört. Und nein, sie stand nicht neben mir. Die Entfernung betrug mindestens 20 Meter. Ok, sie ist offenbar stark betrunken. Das passiert schon mal.
Der Zug ist pünktlich und ich freue mich, denn er ist auch noch klimatisiert und ich finde einen Sitzplatz. Zu früh gefreut - die alkoholisierte Frau und ihr ebenfalls nicht nüchterner Begleiter steigen ein. Das nachfolgende Gespräch, das sich über zwei Sitzreihen ereignet dreht sich um Alkohol, fehlenden Alkohol und der Möglichkeit sich zu prostituieren, um an welchen zu kommen. Das ist nicht lustig, aber heimlich gucke ich, ob irgendwo eine versteckte Kamera die Reaktionen der Mitreisenden aufnimmt.
Zum Glück stellt sich der betrunkene Begleiter irgendwann schlafend und endlich herrscht etwas Ruhe, zumindest bis kurz vor Essen. Dann geht es wieder los.
Nun in Essen will ich eh umsteigen, aber wie es an solchen Tagen läuft - das alkoholisierte Pärchen auch. Und am Essener Hbf geht das Spektakel weiter. Die Frau schreit aus Leibeskräften, ein männlicher Mitreisender hält sie fest und schreit ebenfalls was das Zeug hergibt nach der Polizei. Er behauptet sie habe ihn bestehlen wollen. Ob das stimmt oder nicht sei dahingestellt. Ich bin froh als erst die Bahnsicherheit, dann die Polizei und schließlich mein Anschlusszug kommen. Endlich nach Hause...
Auf dem restlichen Heimweg in meinem ruhigen Auto frage ich mich zwei Dinge: was passiert, damit man an einem solchen Punkt im Leben ankommt und ist es falsch, wenn man davon genervt ist statt es rücksichtsvoll über sich ergehen zu lassen? Oder sind das vielleicht die falschen Fragen?
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Dienstag, 4. August 2015
Finnland-Rundreise - Schärenring (2)
am 4. August 2015, 10:54 im Topic 'Finnland'
Montag, 8.6.2015
Die Nacht war ruhig, leider haben wir verschlafen. Wir wollten früh raus, denn die Plätze auf denen wir stehen gehören zu einem kleinen privaten Bootshafen. Wir möchten nicht stören und wollen daher zeitig weg. Draußen ist auch schon Lärm, wie von einem sehr großen Fahrzeug. Und tatsächlich, als ich den Sichtschutz öffne fährt gerade ein 40-Tonner an uns vorbei. Dann ist es wieder ruhig. Wir beeilen uns und sich um kurz nach zehn Uhr unterwegs zum ersten Fähranleger in Galtby. Vor uns warten bereits zwei Pärchen mit ihren Motorrädern und ein Finne mit einem Nissan Micra. Wir kommen ins Gespräch mit ihm. Er stammt aus Oulu und macht hier ebenfalls Urlaub. Er war vorher auch noch nicht hier und findet es ebenfalls klasse. Dafür war er bereits 3x in Deutschland. Ihn und die Motorradfahrer treffen wir an der nächsten Fähre wieder.

Hütte am Stellplatz auf Korpo
Zunächst legen wir nach 30 min Fahrzeit in Houtskär an. Wir fahren erst mal rechts ran und lassen sämtliche Fahrzeuge passieren, bevor wir gemütlich weiterfahren. Der idyllische Eindruck von gestern wiederholt sich. Wiesen mit Gräsern, Schafgarbe und Butterblumen, die sich im Wind wiegen, wechseln sich mit grauen von Flechten überzogenen Granitfelsen und Kiefern-, Tannen und Birkenwäldchen ab. Dazwischen liegen immer wieder kleine rot-weiße Höfe oder Siedlungen. Hinter jeder zweiten Straßenbiegung kann man Wasser sehen. Manchmal fährt man direkt darüber, dann wieder schimmert es zwischen Bäumen, Schilf und Felsen hindurch. Diese Landschaft wirkt auf mich wie ein Klischee von Skandinavien. Sie mag nicht so beeindruckend sein, wie die Gletscher und Fjorde von Norwegen, ich finde sie dennoch absolut sehenswert.

Wiesen auf Houtskär
Das Wetter spielt auch mit, die Sonne strahlt vom Himmel. Dank des strammen Windes erreichen wir immerhin knapp 14 Grad. Selbst der nette Finne aus dem Café in Nagu meinte, dass es noch ungewöhnlich kühl sei für die Jahreszeit. Immerhin besser als 20 Grad und Regen.
Von Houtskär geht es weiter nach Iniö. Dies ist die längste und einzig kostenpflichtige Verbindung auf der gesamten Route. Wir fahren eine Stunde mit der Fähre und für uns und das WoMo zahlen wir dafür stolze 70 EUR. Direkt am Fähranleger in Houtskär ist ein großer Campingplatz. Da wir noch Zeit bis zur Abfahrt haben, machen wir einen kurzen Rundgang über das Gelände. Es macht einen ordentlichen und gepflegten Eindruck. Da wir aber heute noch weiter nach Kustavi wollen, entscheiden wir uns gegen einen Aufenthalt.

Fähre nach Iniö
Auf Iniö würden wir dagegen am liebsten sofort bleiben, von hier aus ist es nur noch eine kurze Fährverbindung nach Kustavi. Auf Iniö gibt es aber leider keinen Campingplatz.
Wir sehen uns die kleine Dorfkirche an und machen wieder jede Menge Fotos vor Ort. Auch hier sieht es aus wie in einem Bilderbuch. Außerdem entschließen wir uns den Natursteig zu gehen. Der ca. 2,5km lange Weg endet auf einer Erhöhung, von der man das Schärenmeer hervorragend überblicken kann. Vor uns liegen unzählige Inseln und Inselchen. Man sieht jede Menge Wald und kann einzelne Buchten erkennen. Hin und wieder bilden sich weiße Schaumkronen auf dem Wasser, der Wind bläst uns ordentlich um die Ohren.

Blick über die Schären
Auf dem Rückweg sehen wir uns noch die kleinen Schaukästen an, die hin und wieder aufgestellt wurden. Sie zeigen typische Pflanzen der Region, Blätter unterschiedlicher Baumarten oder auch die Uferstreifen mit ihren unterschiedlichen Zonen. Ich finde es gut gemacht, leider sind die Erklärungen nur auf finnisch und schwedisch. So bleibt mir manchmal der Sinn verborgen. Außerdem müssen wir uns etwas beeilen, damit wir die nächste Fähre noch erwischen.

Dorfkirche auf Iniö
Gegen 19:15 Uhr kommen wir in Kustavi an. Die Rezeption des Campingplatzes ist wie so oft unbesetzt. Es gibt zwar Schilder, wo die Serviceeinrichtungen zu finden sind, aber keinen Hinweis darauf, wie wir uns anmelden können. Wir inspizieren erst mal die Sanitäranlagen und entschließen uns zu bleiben. Die Lage des Platzes ist gut und außer uns sind noch max. 4 andere Camper da. Die sanitären Anlagen sind einfach und sauber, das reicht uns. Schließlich weist uns eine freundliche Camperin noch darauf hin, dass wir uns beim Restaurant nebenan anmelden können. Das ist quasi das implizite Problem dieser Urlaubsregion. Es sind nur wenige Urlauber unterwegs (ok, wir sind auch noch in der Vorsaison) und wenn kommen sie aus Finnland oder Schweden. Damit fehlen aber häufig auch Hinweise oder Informationen auf Englisch. Bisher haben wir aber immer noch nette Menschen gefunden, die uns weitergeholfen haben. Und mal ehrlich, im Sauerland etwa findet man die Hinweise auch überwiegend auf Deutsch und Niederländisch. Englisch ist dort auch eher Mangelware. Und noch etwas wir können das Bild der schweigsamen Finnen gar nicht bestätigen. Fast alle, die wir bisher getroffen haben, waren nicht nur hilfsbereit, sondern immer auch interessiert daran woher wir kommen, was wir im Urlaub machen oder haben uns einen lokalen Tipp für Sehenswürdigkeiten gegeben.

Iniö
Insgesamt ist die Tour durch die Schären absolut lohnenswert. Es wäre sicher sinnvoll noch ein bis zwei zusätzliche Übernachtungen einzuplanen. Es gibt dort jede Menge Wanderungen und kleine Dinge zu entdecken.
Die Nacht war ruhig, leider haben wir verschlafen. Wir wollten früh raus, denn die Plätze auf denen wir stehen gehören zu einem kleinen privaten Bootshafen. Wir möchten nicht stören und wollen daher zeitig weg. Draußen ist auch schon Lärm, wie von einem sehr großen Fahrzeug. Und tatsächlich, als ich den Sichtschutz öffne fährt gerade ein 40-Tonner an uns vorbei. Dann ist es wieder ruhig. Wir beeilen uns und sich um kurz nach zehn Uhr unterwegs zum ersten Fähranleger in Galtby. Vor uns warten bereits zwei Pärchen mit ihren Motorrädern und ein Finne mit einem Nissan Micra. Wir kommen ins Gespräch mit ihm. Er stammt aus Oulu und macht hier ebenfalls Urlaub. Er war vorher auch noch nicht hier und findet es ebenfalls klasse. Dafür war er bereits 3x in Deutschland. Ihn und die Motorradfahrer treffen wir an der nächsten Fähre wieder.

Hütte am Stellplatz auf Korpo
Zunächst legen wir nach 30 min Fahrzeit in Houtskär an. Wir fahren erst mal rechts ran und lassen sämtliche Fahrzeuge passieren, bevor wir gemütlich weiterfahren. Der idyllische Eindruck von gestern wiederholt sich. Wiesen mit Gräsern, Schafgarbe und Butterblumen, die sich im Wind wiegen, wechseln sich mit grauen von Flechten überzogenen Granitfelsen und Kiefern-, Tannen und Birkenwäldchen ab. Dazwischen liegen immer wieder kleine rot-weiße Höfe oder Siedlungen. Hinter jeder zweiten Straßenbiegung kann man Wasser sehen. Manchmal fährt man direkt darüber, dann wieder schimmert es zwischen Bäumen, Schilf und Felsen hindurch. Diese Landschaft wirkt auf mich wie ein Klischee von Skandinavien. Sie mag nicht so beeindruckend sein, wie die Gletscher und Fjorde von Norwegen, ich finde sie dennoch absolut sehenswert.

Wiesen auf Houtskär
Das Wetter spielt auch mit, die Sonne strahlt vom Himmel. Dank des strammen Windes erreichen wir immerhin knapp 14 Grad. Selbst der nette Finne aus dem Café in Nagu meinte, dass es noch ungewöhnlich kühl sei für die Jahreszeit. Immerhin besser als 20 Grad und Regen.
Von Houtskär geht es weiter nach Iniö. Dies ist die längste und einzig kostenpflichtige Verbindung auf der gesamten Route. Wir fahren eine Stunde mit der Fähre und für uns und das WoMo zahlen wir dafür stolze 70 EUR. Direkt am Fähranleger in Houtskär ist ein großer Campingplatz. Da wir noch Zeit bis zur Abfahrt haben, machen wir einen kurzen Rundgang über das Gelände. Es macht einen ordentlichen und gepflegten Eindruck. Da wir aber heute noch weiter nach Kustavi wollen, entscheiden wir uns gegen einen Aufenthalt.

Fähre nach Iniö
Auf Iniö würden wir dagegen am liebsten sofort bleiben, von hier aus ist es nur noch eine kurze Fährverbindung nach Kustavi. Auf Iniö gibt es aber leider keinen Campingplatz.
Wir sehen uns die kleine Dorfkirche an und machen wieder jede Menge Fotos vor Ort. Auch hier sieht es aus wie in einem Bilderbuch. Außerdem entschließen wir uns den Natursteig zu gehen. Der ca. 2,5km lange Weg endet auf einer Erhöhung, von der man das Schärenmeer hervorragend überblicken kann. Vor uns liegen unzählige Inseln und Inselchen. Man sieht jede Menge Wald und kann einzelne Buchten erkennen. Hin und wieder bilden sich weiße Schaumkronen auf dem Wasser, der Wind bläst uns ordentlich um die Ohren.

Blick über die Schären
Auf dem Rückweg sehen wir uns noch die kleinen Schaukästen an, die hin und wieder aufgestellt wurden. Sie zeigen typische Pflanzen der Region, Blätter unterschiedlicher Baumarten oder auch die Uferstreifen mit ihren unterschiedlichen Zonen. Ich finde es gut gemacht, leider sind die Erklärungen nur auf finnisch und schwedisch. So bleibt mir manchmal der Sinn verborgen. Außerdem müssen wir uns etwas beeilen, damit wir die nächste Fähre noch erwischen.

Dorfkirche auf Iniö
Gegen 19:15 Uhr kommen wir in Kustavi an. Die Rezeption des Campingplatzes ist wie so oft unbesetzt. Es gibt zwar Schilder, wo die Serviceeinrichtungen zu finden sind, aber keinen Hinweis darauf, wie wir uns anmelden können. Wir inspizieren erst mal die Sanitäranlagen und entschließen uns zu bleiben. Die Lage des Platzes ist gut und außer uns sind noch max. 4 andere Camper da. Die sanitären Anlagen sind einfach und sauber, das reicht uns. Schließlich weist uns eine freundliche Camperin noch darauf hin, dass wir uns beim Restaurant nebenan anmelden können. Das ist quasi das implizite Problem dieser Urlaubsregion. Es sind nur wenige Urlauber unterwegs (ok, wir sind auch noch in der Vorsaison) und wenn kommen sie aus Finnland oder Schweden. Damit fehlen aber häufig auch Hinweise oder Informationen auf Englisch. Bisher haben wir aber immer noch nette Menschen gefunden, die uns weitergeholfen haben. Und mal ehrlich, im Sauerland etwa findet man die Hinweise auch überwiegend auf Deutsch und Niederländisch. Englisch ist dort auch eher Mangelware. Und noch etwas wir können das Bild der schweigsamen Finnen gar nicht bestätigen. Fast alle, die wir bisher getroffen haben, waren nicht nur hilfsbereit, sondern immer auch interessiert daran woher wir kommen, was wir im Urlaub machen oder haben uns einen lokalen Tipp für Sehenswürdigkeiten gegeben.

Iniö
Insgesamt ist die Tour durch die Schären absolut lohnenswert. Es wäre sicher sinnvoll noch ein bis zwei zusätzliche Übernachtungen einzuplanen. Es gibt dort jede Menge Wanderungen und kleine Dinge zu entdecken.
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Finnland-Rundreise - Schärenring (1)
am 4. August 2015, 10:45 im Topic 'Finnland'
Sonntag, 7.6.2015
Die Sonne scheint wieder. Morgens ist es aber noch recht frisch. Heute verlassen wir Turku. Wir wollen über Naantali nach Rauma fahren. Nach dem Frühstück besprechen wir die Tour nochmal und machen dann etwas ganz Anderes. Wir entschließen uns die Schärenringstraße zu fahren. Wir haben keine Ahnung, ob das mit dem WoMo geht, aber notfalls drehen wir halt wieder um. Also steuern wir zunächst Pargas an. Im dortigen Supermarkt decken wir uns mit Lebensmitteln ein und fahren weiter in Richtung Nagu. Auf dem Weg dorthin fahren wir über viele Brücke und nutzen eine der kostenlosen Fähren, die die Schären miteinander verbinden. Die Landschaft ist sehr sehenswert, immer wieder fahren wir durch kleine Kiefernwälder. Sie wechseln sich mit Wiesen voller Gräser und Schafgarbe und immer neuen Ausblicken auf Wasser ab. Da ich fahre, komme ich nur eingeschränkt in den Genuss dieser Landschaft.

Hafengebäude von Nagu
Nagu ist ein netter kleiner Ort mit einem hübschen Hafen. Und die Beratung in der Touristeninformation ist bemerkenswert. Eigentlich wollte ich nur eine bessere Karte haben, um den weiteren Weg zu planen. Wir bekommen die Karte und dazu Vorschläge für Wanderungen, eine Café Empfehlung sowie sämtliche Fährpläne für die große Schärenrunde. Wir fragen noch nach WoMo-Stellplätzen und bekommen zwei gute Tipps und den Hinweis, dass wildes Campen zwar nicht erlaubt ist, aber toleriert wird, weil es hier nur wenige Campingplätze gibt.
Zuerst testen wir die Café Empfehlung. Das Café liegt auf der anderen Straßenseite hinter zwei Supermärkten versteckt. Es hat erst am Vortag eröffnet, daher kann er uns auch leider nur Filterkaffee anbieten, sagt der junge Mann hinter dem Tresen. Der Kaffee schmeckt, die Philadelphiatorte auch. Da er gleich schließt, dürfen wir uns außerdem noch kostenlos an den Zimtschnecken bedienen. Der nette und ziemlich schüchterne junge Mann erzählt, dass das Café eigentlich nur der Anfang ist. Es sind noch ein Kajakverleih und Gruppenevents geplant. Außerdem verspricht er uns, dass er uns beim nächsten Besuch auch Cappucino anbieten kann - da es wohl noch ein Weilchen dauert, bis wir wieder vorbeikommen, kann das gut sein. Wir wünschen ihm viel Erfolg und machen uns auf den Weg nach Korpo.
Auf der gut beschilderten Schärenringstraße ist nur wenig Verkehr in unserer Fahrtrichtung. Hin und wieder kommen uns kleine Autokolonnen entgegen. An der nächsten kostenlosen Fähre, die wir nehmen, sind wir neben einem weiteren Pkw die einzigen Fahrgäste. Auf der anderen Seite wartet jedoch eine große Menge an Autos und Bussen auf die Überfahrt. Ob es sich um den Wochenend Rückreiseverkehr handelt?

Fähre nach Korpo
Kurz nachdem wir die Fähre verlassen haben, biegen wir von der Schärenringstraße rechts in Richtung Osterretais (Hotel Nestor) ab. Die Dame von der Touristeninformation hatte uns gesagt, dass es dort einen neueröffneten Kunstweg durch den Wald gibt. Den wollen wir uns zumindest mal ansehen. Wir fahren bis zum Hotel Nestor und fragen uns dann, wie es wohl weitergeht. Lange brauchen wir nicht überlegen, da kommt auch schon die Hotelbesitzerin. Sie zeigt uns die Wanderkarte, die seitlich am Hotel hängt. Außerdem bietet sie uns an, mit dem WoMo auf dem Hotelparkplatz zu stehen und falls wir möchten dort auch über Nacht zu bleiben. Es ist sehr idyllisch gelegen, aber eigentlich wollen wir weiter. Mal sehen. Außerdem haben sie und ihr Mann in Korpo ein Restaurant, das aber bereits um 20 Uhr schließt. Das kommt für uns dann nicht infrage, es ist mittlerweile schon 18:30 Uhr und wir wollen ja erst noch den Kunstwanderweg laufen.

Barfuß-Kunstwanderweg auf Korpo
Wir verabschieden uns und machen uns auf den kurzen, aber sehr spannenden Weg durch den Wald. Insgesamt sind sieben Kunstwerke im Wald installiert. Manche liegen direkt am Weg, zu anderen muss man noch einen kleinen Abstecher machen. Von den Kunstwerken gefallen mir die Spiegel, die auf Baumstümpfen angebracht sind, am besten. Wenn man hineinblickt, kann man den Himmel sehen.


Kunst im Wald
Leider sind im Wald unglaublich viele Mücken und so machen wir uns schnell auf den Rückweg zum WoMo. Dabei gehen wir durch eine unglaublich idyllische Landschaft. Links und rechts des Weges wächst hohes Gras, durchsetzt mit weiß blühender Schafgarbe. Die Gräser und weißen Blüten wiegen sich im Wind. Dazwischen stehen hin und wieder alte Apfelbäume über und über bedeckt mit zartrosa und weißen Blüten. Die vereinzelt stehenden roten Häuser sind von gepflegten Rasenflächen, Hortensien und kleinen Büschen umgeben. Das Bild ist so friedlich, dass ich mir unwillkürlich wünsche, ich hätte meine Kindheit hier verbracht oder zumindest die Sommerferien.

Hühnerparade
Den empfohlenen Stellplatz finden wir schnell. Er liegt an einem kleinen Privathafen. Diese Seite der Insel ist vom Wind abgewandt, dadurch ist das Wasser spiegelglatt. Das andere Ufer ist nicht weit entfernt, so wirkt es eher als stünde man an einem großen See.

Stellplatz auf Korpo
Die Sonne scheint wieder. Morgens ist es aber noch recht frisch. Heute verlassen wir Turku. Wir wollen über Naantali nach Rauma fahren. Nach dem Frühstück besprechen wir die Tour nochmal und machen dann etwas ganz Anderes. Wir entschließen uns die Schärenringstraße zu fahren. Wir haben keine Ahnung, ob das mit dem WoMo geht, aber notfalls drehen wir halt wieder um. Also steuern wir zunächst Pargas an. Im dortigen Supermarkt decken wir uns mit Lebensmitteln ein und fahren weiter in Richtung Nagu. Auf dem Weg dorthin fahren wir über viele Brücke und nutzen eine der kostenlosen Fähren, die die Schären miteinander verbinden. Die Landschaft ist sehr sehenswert, immer wieder fahren wir durch kleine Kiefernwälder. Sie wechseln sich mit Wiesen voller Gräser und Schafgarbe und immer neuen Ausblicken auf Wasser ab. Da ich fahre, komme ich nur eingeschränkt in den Genuss dieser Landschaft.

Hafengebäude von Nagu
Nagu ist ein netter kleiner Ort mit einem hübschen Hafen. Und die Beratung in der Touristeninformation ist bemerkenswert. Eigentlich wollte ich nur eine bessere Karte haben, um den weiteren Weg zu planen. Wir bekommen die Karte und dazu Vorschläge für Wanderungen, eine Café Empfehlung sowie sämtliche Fährpläne für die große Schärenrunde. Wir fragen noch nach WoMo-Stellplätzen und bekommen zwei gute Tipps und den Hinweis, dass wildes Campen zwar nicht erlaubt ist, aber toleriert wird, weil es hier nur wenige Campingplätze gibt.
Zuerst testen wir die Café Empfehlung. Das Café liegt auf der anderen Straßenseite hinter zwei Supermärkten versteckt. Es hat erst am Vortag eröffnet, daher kann er uns auch leider nur Filterkaffee anbieten, sagt der junge Mann hinter dem Tresen. Der Kaffee schmeckt, die Philadelphiatorte auch. Da er gleich schließt, dürfen wir uns außerdem noch kostenlos an den Zimtschnecken bedienen. Der nette und ziemlich schüchterne junge Mann erzählt, dass das Café eigentlich nur der Anfang ist. Es sind noch ein Kajakverleih und Gruppenevents geplant. Außerdem verspricht er uns, dass er uns beim nächsten Besuch auch Cappucino anbieten kann - da es wohl noch ein Weilchen dauert, bis wir wieder vorbeikommen, kann das gut sein. Wir wünschen ihm viel Erfolg und machen uns auf den Weg nach Korpo.
Auf der gut beschilderten Schärenringstraße ist nur wenig Verkehr in unserer Fahrtrichtung. Hin und wieder kommen uns kleine Autokolonnen entgegen. An der nächsten kostenlosen Fähre, die wir nehmen, sind wir neben einem weiteren Pkw die einzigen Fahrgäste. Auf der anderen Seite wartet jedoch eine große Menge an Autos und Bussen auf die Überfahrt. Ob es sich um den Wochenend Rückreiseverkehr handelt?

Fähre nach Korpo
Kurz nachdem wir die Fähre verlassen haben, biegen wir von der Schärenringstraße rechts in Richtung Osterretais (Hotel Nestor) ab. Die Dame von der Touristeninformation hatte uns gesagt, dass es dort einen neueröffneten Kunstweg durch den Wald gibt. Den wollen wir uns zumindest mal ansehen. Wir fahren bis zum Hotel Nestor und fragen uns dann, wie es wohl weitergeht. Lange brauchen wir nicht überlegen, da kommt auch schon die Hotelbesitzerin. Sie zeigt uns die Wanderkarte, die seitlich am Hotel hängt. Außerdem bietet sie uns an, mit dem WoMo auf dem Hotelparkplatz zu stehen und falls wir möchten dort auch über Nacht zu bleiben. Es ist sehr idyllisch gelegen, aber eigentlich wollen wir weiter. Mal sehen. Außerdem haben sie und ihr Mann in Korpo ein Restaurant, das aber bereits um 20 Uhr schließt. Das kommt für uns dann nicht infrage, es ist mittlerweile schon 18:30 Uhr und wir wollen ja erst noch den Kunstwanderweg laufen.

Barfuß-Kunstwanderweg auf Korpo
Wir verabschieden uns und machen uns auf den kurzen, aber sehr spannenden Weg durch den Wald. Insgesamt sind sieben Kunstwerke im Wald installiert. Manche liegen direkt am Weg, zu anderen muss man noch einen kleinen Abstecher machen. Von den Kunstwerken gefallen mir die Spiegel, die auf Baumstümpfen angebracht sind, am besten. Wenn man hineinblickt, kann man den Himmel sehen.


Kunst im Wald
Leider sind im Wald unglaublich viele Mücken und so machen wir uns schnell auf den Rückweg zum WoMo. Dabei gehen wir durch eine unglaublich idyllische Landschaft. Links und rechts des Weges wächst hohes Gras, durchsetzt mit weiß blühender Schafgarbe. Die Gräser und weißen Blüten wiegen sich im Wind. Dazwischen stehen hin und wieder alte Apfelbäume über und über bedeckt mit zartrosa und weißen Blüten. Die vereinzelt stehenden roten Häuser sind von gepflegten Rasenflächen, Hortensien und kleinen Büschen umgeben. Das Bild ist so friedlich, dass ich mir unwillkürlich wünsche, ich hätte meine Kindheit hier verbracht oder zumindest die Sommerferien.

Hühnerparade
Den empfohlenen Stellplatz finden wir schnell. Er liegt an einem kleinen Privathafen. Diese Seite der Insel ist vom Wind abgewandt, dadurch ist das Wasser spiegelglatt. Das andere Ufer ist nicht weit entfernt, so wirkt es eher als stünde man an einem großen See.

Stellplatz auf Korpo
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Montag, 3. August 2015
Finnland-Rundreise - Turku
am 3. August 2015, 23:00 im Topic 'Finnland'
Samstag, 6.6.2015
Das erste Mal während der Reise werden wir bei bedecktem Himmel wach. Auch sonst bin ich nicht bester Laune. Draußen sind rund 15 Grad. Nach dem Frühstück sehe ich mir den Strand an. Hier könnte man baden, aber heute habe ich keine Lust.
Später fahren wir mit dem Bus nach Turku. Inzwischen hat es angefangen zu regnen.

Dekorierter Baum in Turku
Wir laufen vom Marktplatz zum Fluss, dort entlang zum Dom und von dort zum Aboa Vetus (Itäinen Rantakatu 4–6, 20700 TURKU) Das ist eine Ausgrabung, die alte Überreste von Turku zeigt. Die Ausgrabung ist im Keller des Museums untergebracht. Wir sind ja nicht so die Museumsbesucher, aber diese Ausstellung ist klasse. Die Beschreibungen sind so gute gemacht und eine kleine Geschichte verbindet mehrere Stationen miteinander. Das hat sich gelohnt.

Dom von Turku
Danach laufen wir noch den Fluss entlang Richtung Hafen. Als wir Hunger bekommen, drehen wir um und suchen uns ein nettes Lokal. Im Fontana (Fontana Cafe, Aurakatu 1, 20100 Turku) essen wir Burger und Sandwich. Schmeckt klasse, ist bezahlbar und gefallen hat es uns auch.

Aboa Vetus
Danach wollen wir den Bus Richtung Ruissalo Camping nehmen und treffen den ersten Finnen, der kein Englisch spricht. Wir sind ganz überrascht, sind wir es aus Skandinavien doch gewohnt, dass wirklich alle Englisch sprechen. Ja nun offenbar doch nicht alle. Wir verständigen uns trotzdem und kommen schließlich am Campingplatz an. Morgen wollen wir weiter nach Naantali und Rauma.
Ach ja, es regnet nicht mehr, aber es ist bewölkt bei kühlen 14 Grad.
Fazit Turku: uns hat es nur mäßig gut gefallen. Die Stadt hat ein paar Highlights, wirkt auf mich aber sonst eher wie aus den 80er Jahren. Diese leicht negative Sicht mag aber auch dem Wetter und der mittelmäßigen Laune geschuldet sein.
Das erste Mal während der Reise werden wir bei bedecktem Himmel wach. Auch sonst bin ich nicht bester Laune. Draußen sind rund 15 Grad. Nach dem Frühstück sehe ich mir den Strand an. Hier könnte man baden, aber heute habe ich keine Lust.
Später fahren wir mit dem Bus nach Turku. Inzwischen hat es angefangen zu regnen.

Dekorierter Baum in Turku
Wir laufen vom Marktplatz zum Fluss, dort entlang zum Dom und von dort zum Aboa Vetus (Itäinen Rantakatu 4–6, 20700 TURKU) Das ist eine Ausgrabung, die alte Überreste von Turku zeigt. Die Ausgrabung ist im Keller des Museums untergebracht. Wir sind ja nicht so die Museumsbesucher, aber diese Ausstellung ist klasse. Die Beschreibungen sind so gute gemacht und eine kleine Geschichte verbindet mehrere Stationen miteinander. Das hat sich gelohnt.

Dom von Turku
Danach laufen wir noch den Fluss entlang Richtung Hafen. Als wir Hunger bekommen, drehen wir um und suchen uns ein nettes Lokal. Im Fontana (Fontana Cafe, Aurakatu 1, 20100 Turku) essen wir Burger und Sandwich. Schmeckt klasse, ist bezahlbar und gefallen hat es uns auch.

Aboa Vetus
Danach wollen wir den Bus Richtung Ruissalo Camping nehmen und treffen den ersten Finnen, der kein Englisch spricht. Wir sind ganz überrascht, sind wir es aus Skandinavien doch gewohnt, dass wirklich alle Englisch sprechen. Ja nun offenbar doch nicht alle. Wir verständigen uns trotzdem und kommen schließlich am Campingplatz an. Morgen wollen wir weiter nach Naantali und Rauma.
Ach ja, es regnet nicht mehr, aber es ist bewölkt bei kühlen 14 Grad.
Fazit Turku: uns hat es nur mäßig gut gefallen. Die Stadt hat ein paar Highlights, wirkt auf mich aber sonst eher wie aus den 80er Jahren. Diese leicht negative Sicht mag aber auch dem Wetter und der mittelmäßigen Laune geschuldet sein.
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Finnland-Rundreise - Begegnung mit dem finnischen Festland
am 3. August 2015, 22:53 im Topic 'Finnland'
Freitag, 5.6.2015
Was soll ich sagen - wir werden bei Sonnenschein und blauem Himmel wach. Da wir an der schönen Sandbucht stehen, schreit das quasi nach einem Bad im Meer. Aber erst mal frühstücken. Leider fällt mir beim Aufgießen des Kaffees der Filter um und der gesamte Prütt spritzt in hohem Bogen durch das halbe WoMo. Die anschließende Reinigungsaktion benötigt genau die Zeit, die ich für das Bad eingeplant hatte. Dafür ist der Boden im WoMo schon wieder sauber gewischt, dazu auch die kleine Küche und ein Teil der Sitzgruppe. Alcantara ist eine prima Erfindung. Mit Spülen, Aufräumen und Einpacken wird es sogar noch knapp mit der Rückfahrt. Um 14:25 Uhr geht die Fähre nach Turku, wir müssen spätestens 30 min vorher einchecken und auch noch 45 min fahren. So kommen wir relativ knapp in Mariehamn an. Da wir als Bus eingecheckt sind, folgen wir der Busspur und stehen vor einem verschlossenen Tor. So spät sind wir eigentlich nicht dran. Das Tor öffnet sich und ein Fährmitarbeiter kommt auf uns zu. Er erklärt uns, dass wir reinkommen sollen und auf der ganz rechten Spur bis vorne zum Check-in fahren sollen - wohlgemerkt entgegen der Fahrtrichtung aller anderen Fahrzeuge. Leider haben weder er noch wir bemerkt, dass auf halber Strecke ein Bagger auf der Spur parkt. Auch mit den Fahrkünsten meines Liebsten kommen wir nicht zwischen Bagger und dem Gegenverkehr durch. Also schnappe ich mir die Unterlagen und lege die letzten 70m zum Schalter zu Fuß zurück. Die Dame am Check-in ist genauso entspannt wie ihr Kollege und überhaupt alle Åländer, die wir bisher kennengelernt haben. Sie drückt mir die Bordkarten in die Hand, das Siegel für die Gasflaschen und ein Schild, das wir ins WoMo legen sollen. Dann wünscht sie uns eine gute Fahrt. Mein Liebster schafft es das WoMo zu wenden und kurze Zeit später können wir auf die Fähre fahren.
Das Fazit unseres Åland-Besuchs: schöne Insel(n), es gibt ganz viele Radwege und eigentlich könnte man hier auch einen kompletten Urlaub verbringen. Die Åländer kommen uns sehr freundlich und entspannt vor. Wir bedauern, dass wir hier nur 2,5 Tage eingeplant haben.
Bei immer noch strahlendem Sonnenschein und rund 17 Grad fahren wir nun mit der Fähre Richtung Turku. Im Gegensatz zu den bisherigen Fähren, macht das etwas mehr den Eindruck einer Kreuzfahrt. Als wir in Mariehamn an Bord gegangen sind, war die Fähre zum Großteil auch schon mit Reisenden belegt, wir waren eigentlich nur eine Zuladung. Dafür war der Preis dieser Überfahrt mit Viking Line nicht unbedingt ein Schnäppchen (rund 300 EUR).

Fähre nach Turku
Die Fahrt selber dauert rund 5h und verläuft sehr sehenswert durch die Schären. Kurz vor der Ankunft in Turku scheinen die Schären links und rechts des Weges zum Greifen nahe. Eigentlich ist die Strecke nicht besonders lang, aber die Topographie zwingt den Kapitän zu einer Art Zick-Zack-Kurs. Wir bleiben lange an Deck in der Sonne sitzen und gehen erst als uns kalt wird unter Deck.

Fahrt durch die Schären
Als wir ankommen, steuern wir ohne Umwege den Campingplatz Ruissalo (Saaronniemi, Turku 20100) auf der gleichnamigen Halbinsel an. Hier ist schon etwas mehr los, als auf Åland. Aber nach der üblichen Stellplatzdiskussion finden wir schließlich ein nettes Plätzchen für uns und lassen den Abend bei einem Bier ausklingen. Das WoMo auf dem Nachbarstellplatz erringt noch unsere Bewunderung - es kommt aus Australien...
Was soll ich sagen - wir werden bei Sonnenschein und blauem Himmel wach. Da wir an der schönen Sandbucht stehen, schreit das quasi nach einem Bad im Meer. Aber erst mal frühstücken. Leider fällt mir beim Aufgießen des Kaffees der Filter um und der gesamte Prütt spritzt in hohem Bogen durch das halbe WoMo. Die anschließende Reinigungsaktion benötigt genau die Zeit, die ich für das Bad eingeplant hatte. Dafür ist der Boden im WoMo schon wieder sauber gewischt, dazu auch die kleine Küche und ein Teil der Sitzgruppe. Alcantara ist eine prima Erfindung. Mit Spülen, Aufräumen und Einpacken wird es sogar noch knapp mit der Rückfahrt. Um 14:25 Uhr geht die Fähre nach Turku, wir müssen spätestens 30 min vorher einchecken und auch noch 45 min fahren. So kommen wir relativ knapp in Mariehamn an. Da wir als Bus eingecheckt sind, folgen wir der Busspur und stehen vor einem verschlossenen Tor. So spät sind wir eigentlich nicht dran. Das Tor öffnet sich und ein Fährmitarbeiter kommt auf uns zu. Er erklärt uns, dass wir reinkommen sollen und auf der ganz rechten Spur bis vorne zum Check-in fahren sollen - wohlgemerkt entgegen der Fahrtrichtung aller anderen Fahrzeuge. Leider haben weder er noch wir bemerkt, dass auf halber Strecke ein Bagger auf der Spur parkt. Auch mit den Fahrkünsten meines Liebsten kommen wir nicht zwischen Bagger und dem Gegenverkehr durch. Also schnappe ich mir die Unterlagen und lege die letzten 70m zum Schalter zu Fuß zurück. Die Dame am Check-in ist genauso entspannt wie ihr Kollege und überhaupt alle Åländer, die wir bisher kennengelernt haben. Sie drückt mir die Bordkarten in die Hand, das Siegel für die Gasflaschen und ein Schild, das wir ins WoMo legen sollen. Dann wünscht sie uns eine gute Fahrt. Mein Liebster schafft es das WoMo zu wenden und kurze Zeit später können wir auf die Fähre fahren.
Das Fazit unseres Åland-Besuchs: schöne Insel(n), es gibt ganz viele Radwege und eigentlich könnte man hier auch einen kompletten Urlaub verbringen. Die Åländer kommen uns sehr freundlich und entspannt vor. Wir bedauern, dass wir hier nur 2,5 Tage eingeplant haben.
Bei immer noch strahlendem Sonnenschein und rund 17 Grad fahren wir nun mit der Fähre Richtung Turku. Im Gegensatz zu den bisherigen Fähren, macht das etwas mehr den Eindruck einer Kreuzfahrt. Als wir in Mariehamn an Bord gegangen sind, war die Fähre zum Großteil auch schon mit Reisenden belegt, wir waren eigentlich nur eine Zuladung. Dafür war der Preis dieser Überfahrt mit Viking Line nicht unbedingt ein Schnäppchen (rund 300 EUR).

Fähre nach Turku
Die Fahrt selber dauert rund 5h und verläuft sehr sehenswert durch die Schären. Kurz vor der Ankunft in Turku scheinen die Schären links und rechts des Weges zum Greifen nahe. Eigentlich ist die Strecke nicht besonders lang, aber die Topographie zwingt den Kapitän zu einer Art Zick-Zack-Kurs. Wir bleiben lange an Deck in der Sonne sitzen und gehen erst als uns kalt wird unter Deck.

Fahrt durch die Schären
Als wir ankommen, steuern wir ohne Umwege den Campingplatz Ruissalo (Saaronniemi, Turku 20100) auf der gleichnamigen Halbinsel an. Hier ist schon etwas mehr los, als auf Åland. Aber nach der üblichen Stellplatzdiskussion finden wir schließlich ein nettes Plätzchen für uns und lassen den Abend bei einem Bier ausklingen. Das WoMo auf dem Nachbarstellplatz erringt noch unsere Bewunderung - es kommt aus Australien...
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