Sonntag, 9. August 2015
Reiseerlebnisse zwischen Rhein und Ruhr
am 9. August 2015, 19:02 im Topic 'Bahnerlebnisse'
Neulich in der Bahn:
Der erste Tag nach den großen Ferien, ich habe mal wieder den Zug genommen. Leider hat die U-Bahn auf dem Heimweg ein Problem. Trotz einer Pufferzeit von 15 Minuten verpasse ich meinen Zug. Der RE1 ist keine Alternative - viel zu voll. Außerdem wurden die Abfahrtzeiten nie an die Menschenmengen angepasst, die dort ein- und aussteigen. Daher hat der Zug ständig Verspätung, denn die Aufenthalte im Bahnhof dauern viel länger als geplant.
Also versuche ich es mit dem RE2 nach Essen und von dort nach Bo-Wattenscheid. Dort steht mein Auto - ich habe mal was Neues ausprobiert.
Wer den Düsseldorfer Bahnhof kennt, weiß wie voll es dort gegen 18 Uhr ist. Wer ihn nicht kennt stellt sich einfach einen beliebigen Großstadt Bahnhof zu einer Stoßzeit vor. Umso erstaunlicher, dass man eine einzelne Frau deutlich krakeelen hört. Und nein, sie stand nicht neben mir. Die Entfernung betrug mindestens 20 Meter. Ok, sie ist offenbar stark betrunken. Das passiert schon mal.
Der Zug ist pünktlich und ich freue mich, denn er ist auch noch klimatisiert und ich finde einen Sitzplatz. Zu früh gefreut - die alkoholisierte Frau und ihr ebenfalls nicht nüchterner Begleiter steigen ein. Das nachfolgende Gespräch, das sich über zwei Sitzreihen ereignet dreht sich um Alkohol, fehlenden Alkohol und der Möglichkeit sich zu prostituieren, um an welchen zu kommen. Das ist nicht lustig, aber heimlich gucke ich, ob irgendwo eine versteckte Kamera die Reaktionen der Mitreisenden aufnimmt.
Zum Glück stellt sich der betrunkene Begleiter irgendwann schlafend und endlich herrscht etwas Ruhe, zumindest bis kurz vor Essen. Dann geht es wieder los.
Nun in Essen will ich eh umsteigen, aber wie es an solchen Tagen läuft - das alkoholisierte Pärchen auch. Und am Essener Hbf geht das Spektakel weiter. Die Frau schreit aus Leibeskräften, ein männlicher Mitreisender hält sie fest und schreit ebenfalls was das Zeug hergibt nach der Polizei. Er behauptet sie habe ihn bestehlen wollen. Ob das stimmt oder nicht sei dahingestellt. Ich bin froh als erst die Bahnsicherheit, dann die Polizei und schließlich mein Anschlusszug kommen. Endlich nach Hause...
Auf dem restlichen Heimweg in meinem ruhigen Auto frage ich mich zwei Dinge: was passiert, damit man an einem solchen Punkt im Leben ankommt und ist es falsch, wenn man davon genervt ist statt es rücksichtsvoll über sich ergehen zu lassen? Oder sind das vielleicht die falschen Fragen?
Der erste Tag nach den großen Ferien, ich habe mal wieder den Zug genommen. Leider hat die U-Bahn auf dem Heimweg ein Problem. Trotz einer Pufferzeit von 15 Minuten verpasse ich meinen Zug. Der RE1 ist keine Alternative - viel zu voll. Außerdem wurden die Abfahrtzeiten nie an die Menschenmengen angepasst, die dort ein- und aussteigen. Daher hat der Zug ständig Verspätung, denn die Aufenthalte im Bahnhof dauern viel länger als geplant.
Also versuche ich es mit dem RE2 nach Essen und von dort nach Bo-Wattenscheid. Dort steht mein Auto - ich habe mal was Neues ausprobiert.
Wer den Düsseldorfer Bahnhof kennt, weiß wie voll es dort gegen 18 Uhr ist. Wer ihn nicht kennt stellt sich einfach einen beliebigen Großstadt Bahnhof zu einer Stoßzeit vor. Umso erstaunlicher, dass man eine einzelne Frau deutlich krakeelen hört. Und nein, sie stand nicht neben mir. Die Entfernung betrug mindestens 20 Meter. Ok, sie ist offenbar stark betrunken. Das passiert schon mal.
Der Zug ist pünktlich und ich freue mich, denn er ist auch noch klimatisiert und ich finde einen Sitzplatz. Zu früh gefreut - die alkoholisierte Frau und ihr ebenfalls nicht nüchterner Begleiter steigen ein. Das nachfolgende Gespräch, das sich über zwei Sitzreihen ereignet dreht sich um Alkohol, fehlenden Alkohol und der Möglichkeit sich zu prostituieren, um an welchen zu kommen. Das ist nicht lustig, aber heimlich gucke ich, ob irgendwo eine versteckte Kamera die Reaktionen der Mitreisenden aufnimmt.
Zum Glück stellt sich der betrunkene Begleiter irgendwann schlafend und endlich herrscht etwas Ruhe, zumindest bis kurz vor Essen. Dann geht es wieder los.
Nun in Essen will ich eh umsteigen, aber wie es an solchen Tagen läuft - das alkoholisierte Pärchen auch. Und am Essener Hbf geht das Spektakel weiter. Die Frau schreit aus Leibeskräften, ein männlicher Mitreisender hält sie fest und schreit ebenfalls was das Zeug hergibt nach der Polizei. Er behauptet sie habe ihn bestehlen wollen. Ob das stimmt oder nicht sei dahingestellt. Ich bin froh als erst die Bahnsicherheit, dann die Polizei und schließlich mein Anschlusszug kommen. Endlich nach Hause...
Auf dem restlichen Heimweg in meinem ruhigen Auto frage ich mich zwei Dinge: was passiert, damit man an einem solchen Punkt im Leben ankommt und ist es falsch, wenn man davon genervt ist statt es rücksichtsvoll über sich ergehen zu lassen? Oder sind das vielleicht die falschen Fragen?
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