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Sonntag, 19. Juli 2015
Finnland-Rundreise - Mariehamn
am 19. Juli 2015, 22:10 im Topic 'Finnland'
Mittwoch, 3.6.2015
Der Tag beginnt mit Regen. Es ist kalt im WoMo und so bleiben wir einfach liegen. Etwa 1,5h später ist der Himmel strahlend blau, nur kühl ist es noch immer.
Wir sind am Vorabend zwar erst im 22:30 mit der Fähre angekommen, konnten aber trotzdem noch auf den Campingplatz Gröna Uddens (Gröna Uddens Camping, Östernäsvägen, AX-22100 Mariehamn) fahren. Nach dem Frühstück sehen wir uns die Sanitäranlagen an. Sie sind sauber und soweit in Ordnung, es könnten mehr sein. Aber da wir spät dran sind will außer uns eh niemand mehr duschen. Warmes Wasser ist hier im Preis inbegriffen. Wir freuen uns, dass wir nicht mit Münzen oder ähnlichem hantieren müssen. Tatsächlich ist das auf allen Campingplätzen so, die wir ansteuern. Auch die Küche, in der ich anschließend das Geschirr spüle, ist in Ordnung. Trotzdem beschließen wir weiter nach Geta zu fahren. Dort wollen wir zumindest eine Nacht frei stehen.
Mein Liebster füllt noch schnell Frischwasser nach, dann geht's ans Zahlen. Als ich nach hinten gehe, um mein Portemonnaie zu holen, sehe ich Wasser auf dem Fußboden. Woher es kommt, kann ich nicht sehen, nur dass es nicht wenig ist. Leider läuft es genau dorthin, wo das WoMo den Stromanschluss hat. Etwa 10 min später haben wir das Wasser gestoppt und wieder einen sauberen Fußboden - nicht, dass es nötig gewesen wäre. Wir zahlen und fahren nach Mariehamn hinein. Dabei startet der Wasserfluss erneut. Wir bauen die Sitzbank auseinander und stellen fest, dass der Deckel vom darunterliegenden Wassertank nicht richtig geschlossen ist. Da wir vorher noch nie am Tank waren, ist uns das wohl so übergeben worden.
Das gute Wetter hält uns so machen wir uns etwa 15 min und eine Küchenrolle später zu Fuß auf den Weg und lassen das WoMo in der Sonne stehen und trocknen.

Stadtplan von Mariehamn
Da der Hauptort Ålands nur 11.000 Einwohner hat, haben wir schnell alles gesehen. Besonders gefallen haben uns die vielen bunten Holzhäuser in den breiten Straßen. Die Gärten sind überwiegend sehr gepflegt. Uns fällt auf, dass die Vegetation ca 4 Wochen hinter unserer her ist. Die Tulpen sind offensichtlich soeben verblüht, die Apfelbäume stehen in voller Blüte und der Flieder öffnet gerade erst seine Knospen. Überhaupt wächst Flieder sowohl auf Åland als auch an der Küste in großer Zahl. Solche überwältigenden Fliederbüsche und -hecken habe ich bisher noch nicht gesehen, zudem mag ich auch den Duft sehr gerne.

Straße in Mariehamn
Wir fahren weiter nach Kastelholm Slot. Laut Reiseführer ist dies die bekannteste Sehenswürdigkeit Ålands. Wir kommen erst nach 17 Uhr dort an, da Ruine und Freilichtmuseum zu diesem Zeitpunkt bereits geschlossen haben, ist der Ort menschenleer. Über das Gelände des Freilichtmuseums und um das Schloss herum verläuft ein kleiner Rundweg, der dennoch zu begehen ist. Es ist ein fast magisches Erlebnis wie wir finden. Wir stehen in einem kleinen Dorf aus roten Holzhäuschen mit weißen Fenster- und Türrahmen. Es wirkt als seien die Bewohner schnell zur Mittagsruhe in ihre Häuser gegangen, im Hintergrund sieht man eine Streuobstwiese. Darauf stehen weiß und rosa blühende Apfelbäume. Wenn man dem Rundweg weiter folgt, kommt man an einer kleinen Wassermühle vorbei.
Dann windet sich der Weg um das Schloss. Zu unserer Linken glitzert das Wasser in der Sonne und von der Ferne ziehen schnell dunkle Regenwolken heran. Wir bleiben ein Weilchen am Wasser stehen und als es beginnt zu regnen gehen wir schnell zurück und fahren Richtung Geta.

Freilichtmuseum bei Kastelholm Slot
Da Geta die gesamte Insel ist, geben wir Danö als Ziel im Navi an. Das ist ein kleines verschlafenes Nest, in dem die Straße endet und nur noch ein Schotterweg weiterführt. Auf dem Weg nach Danö sind wir an einer tollen Bucht vorbeirgefahren, so beschließen wir umzudrehen und die Nacht dort zu verbringen.
Obwohl wir direkt an der Straße parken ist es unglaublich ruhig und idyllisch. Leider regnet es zunächst heftig, später klart es dann noch auf und wir machen Fotos im wundervollen Abendlicht. Das ist der Vorteil im Norden zu dieser Jahreszeit. Auch um 22 Uhr ist es draußen noch fast taghell. Um halb zwölf gehen wir schlafen und müssen alles verdunkeln, allerdings ist es eisig.

Geta Stellplatz am Abend
Der Tag beginnt mit Regen. Es ist kalt im WoMo und so bleiben wir einfach liegen. Etwa 1,5h später ist der Himmel strahlend blau, nur kühl ist es noch immer.
Wir sind am Vorabend zwar erst im 22:30 mit der Fähre angekommen, konnten aber trotzdem noch auf den Campingplatz Gröna Uddens (Gröna Uddens Camping, Östernäsvägen, AX-22100 Mariehamn) fahren. Nach dem Frühstück sehen wir uns die Sanitäranlagen an. Sie sind sauber und soweit in Ordnung, es könnten mehr sein. Aber da wir spät dran sind will außer uns eh niemand mehr duschen. Warmes Wasser ist hier im Preis inbegriffen. Wir freuen uns, dass wir nicht mit Münzen oder ähnlichem hantieren müssen. Tatsächlich ist das auf allen Campingplätzen so, die wir ansteuern. Auch die Küche, in der ich anschließend das Geschirr spüle, ist in Ordnung. Trotzdem beschließen wir weiter nach Geta zu fahren. Dort wollen wir zumindest eine Nacht frei stehen.
Mein Liebster füllt noch schnell Frischwasser nach, dann geht's ans Zahlen. Als ich nach hinten gehe, um mein Portemonnaie zu holen, sehe ich Wasser auf dem Fußboden. Woher es kommt, kann ich nicht sehen, nur dass es nicht wenig ist. Leider läuft es genau dorthin, wo das WoMo den Stromanschluss hat. Etwa 10 min später haben wir das Wasser gestoppt und wieder einen sauberen Fußboden - nicht, dass es nötig gewesen wäre. Wir zahlen und fahren nach Mariehamn hinein. Dabei startet der Wasserfluss erneut. Wir bauen die Sitzbank auseinander und stellen fest, dass der Deckel vom darunterliegenden Wassertank nicht richtig geschlossen ist. Da wir vorher noch nie am Tank waren, ist uns das wohl so übergeben worden.
Das gute Wetter hält uns so machen wir uns etwa 15 min und eine Küchenrolle später zu Fuß auf den Weg und lassen das WoMo in der Sonne stehen und trocknen.

Stadtplan von Mariehamn
Da der Hauptort Ålands nur 11.000 Einwohner hat, haben wir schnell alles gesehen. Besonders gefallen haben uns die vielen bunten Holzhäuser in den breiten Straßen. Die Gärten sind überwiegend sehr gepflegt. Uns fällt auf, dass die Vegetation ca 4 Wochen hinter unserer her ist. Die Tulpen sind offensichtlich soeben verblüht, die Apfelbäume stehen in voller Blüte und der Flieder öffnet gerade erst seine Knospen. Überhaupt wächst Flieder sowohl auf Åland als auch an der Küste in großer Zahl. Solche überwältigenden Fliederbüsche und -hecken habe ich bisher noch nicht gesehen, zudem mag ich auch den Duft sehr gerne.

Straße in Mariehamn
Wir fahren weiter nach Kastelholm Slot. Laut Reiseführer ist dies die bekannteste Sehenswürdigkeit Ålands. Wir kommen erst nach 17 Uhr dort an, da Ruine und Freilichtmuseum zu diesem Zeitpunkt bereits geschlossen haben, ist der Ort menschenleer. Über das Gelände des Freilichtmuseums und um das Schloss herum verläuft ein kleiner Rundweg, der dennoch zu begehen ist. Es ist ein fast magisches Erlebnis wie wir finden. Wir stehen in einem kleinen Dorf aus roten Holzhäuschen mit weißen Fenster- und Türrahmen. Es wirkt als seien die Bewohner schnell zur Mittagsruhe in ihre Häuser gegangen, im Hintergrund sieht man eine Streuobstwiese. Darauf stehen weiß und rosa blühende Apfelbäume. Wenn man dem Rundweg weiter folgt, kommt man an einer kleinen Wassermühle vorbei.
Dann windet sich der Weg um das Schloss. Zu unserer Linken glitzert das Wasser in der Sonne und von der Ferne ziehen schnell dunkle Regenwolken heran. Wir bleiben ein Weilchen am Wasser stehen und als es beginnt zu regnen gehen wir schnell zurück und fahren Richtung Geta.

Freilichtmuseum bei Kastelholm Slot
Da Geta die gesamte Insel ist, geben wir Danö als Ziel im Navi an. Das ist ein kleines verschlafenes Nest, in dem die Straße endet und nur noch ein Schotterweg weiterführt. Auf dem Weg nach Danö sind wir an einer tollen Bucht vorbeirgefahren, so beschließen wir umzudrehen und die Nacht dort zu verbringen.
Obwohl wir direkt an der Straße parken ist es unglaublich ruhig und idyllisch. Leider regnet es zunächst heftig, später klart es dann noch auf und wir machen Fotos im wundervollen Abendlicht. Das ist der Vorteil im Norden zu dieser Jahreszeit. Auch um 22 Uhr ist es draußen noch fast taghell. Um halb zwölf gehen wir schlafen und müssen alles verdunkeln, allerdings ist es eisig.

Geta Stellplatz am Abend
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Finnland-Rundreise - Stockholm
am 19. Juli 2015, 21:59 im Topic 'Finnland'
Dienstag, 2.6.2015
Die erste Nacht im WoMo war für mich ganz prima. Ich schlafe mit Ohrstöpseln, mein Liebster nicht. Er sagte es sei sehr laut gewesen. Nun meistens trägt er zum Lärm selber bei, diese Nacht lag es jedoch an dem Straßenverkehr direkt hinter dem WoMo. Das ist der Preis für diesen sehr zentralen Stellplatz.
Als der Wecker klingelt möchten wir gar nicht aufstehen, es ist nämlich sehr frisch. Hilft nichts, wir möchten zumindest etwas von Stockholm sehen bevor es weitergeht. Also raus aus dem Bett.
Draußen scheint die Sonne vom fast wolkenlosen Himmel. Aber das täuscht, der Wind ist kalt und heftig. Wir machen uns trotzdem auf den Weg zum Vasamuseum. Dort sehen wir uns das Schiff an, welches direkt beim Stapellauf untergegangen ist. Das kommt davon, wenn man mehr auf die Verzierungen als auf die Statik achtet. Interessant ist es trotzdem.
Den Tivoli und Skansen (Freilichtmuseum) sehen wir uns nur von außen an. Der Plan mit dem Wasserbus zum Nybrokajen zurückzufahren scheitert an den Abfahrzeiten. Also laufen wir.

Ausblick von der Gamla Stan
Die Salushallen (Östermalmstorg 114 39 Stockholm) möchte ich unbedingt noch sehen. Das sind Feinkostgeschäfte in einer alten Markthalle. Das Angebot an Waren ist fantastisch und für mindestens die Hälfte der Lebensmittel hätte ich eine Verwendung. Hier könnte ich bleiben. Wir nehmen noch ein kleines und gutes Mittagessen zu einem großen Preis ein und machen uns dann auf den Rückweg zum WoMo. Vorher nehmen wir noch ein paar Kanelbullar als Proviant mit.
Mein Highlight in Stockholm war übrigens die spanische Reisegruppe die fast vollständig warme Handschuhe trug.
Keine 30 min später sind wir unterwegs nach Kapellskär, dem Fährhafen zu den Ålandinseln. Die Überfahrt mit Viking Line von dort aus kostet inkl. WoMo nur 48 EUR. Von Stockholm aus hätten wir fast 200 EUR mehr gezahlt.
In Kapellskär angekommen dürfen wir auf dem dortigen Campingplatz noch kostenlos unser Wasser auffüllen. Dann geht es auf die Fähre. Die Abfahrt ist ziemlich unspektakulär.

Abfahrt in Kapellskär
Mittlerweile regnet es und der Wind bläst frisch bei etwa 12 Grad. Als wir uns Mariehamn nähern kann ich draußen sogar meinen Atem sehen, so kalt ist es geworden. Auf die Ålandinseln freue ich mich ganz besonders - mal sehen was uns erwartet.

Ankunft in Mariehamn
Die erste Nacht im WoMo war für mich ganz prima. Ich schlafe mit Ohrstöpseln, mein Liebster nicht. Er sagte es sei sehr laut gewesen. Nun meistens trägt er zum Lärm selber bei, diese Nacht lag es jedoch an dem Straßenverkehr direkt hinter dem WoMo. Das ist der Preis für diesen sehr zentralen Stellplatz.
Als der Wecker klingelt möchten wir gar nicht aufstehen, es ist nämlich sehr frisch. Hilft nichts, wir möchten zumindest etwas von Stockholm sehen bevor es weitergeht. Also raus aus dem Bett.
Draußen scheint die Sonne vom fast wolkenlosen Himmel. Aber das täuscht, der Wind ist kalt und heftig. Wir machen uns trotzdem auf den Weg zum Vasamuseum. Dort sehen wir uns das Schiff an, welches direkt beim Stapellauf untergegangen ist. Das kommt davon, wenn man mehr auf die Verzierungen als auf die Statik achtet. Interessant ist es trotzdem.
Den Tivoli und Skansen (Freilichtmuseum) sehen wir uns nur von außen an. Der Plan mit dem Wasserbus zum Nybrokajen zurückzufahren scheitert an den Abfahrzeiten. Also laufen wir.

Ausblick von der Gamla Stan
Die Salushallen (Östermalmstorg 114 39 Stockholm) möchte ich unbedingt noch sehen. Das sind Feinkostgeschäfte in einer alten Markthalle. Das Angebot an Waren ist fantastisch und für mindestens die Hälfte der Lebensmittel hätte ich eine Verwendung. Hier könnte ich bleiben. Wir nehmen noch ein kleines und gutes Mittagessen zu einem großen Preis ein und machen uns dann auf den Rückweg zum WoMo. Vorher nehmen wir noch ein paar Kanelbullar als Proviant mit.
Mein Highlight in Stockholm war übrigens die spanische Reisegruppe die fast vollständig warme Handschuhe trug.
Keine 30 min später sind wir unterwegs nach Kapellskär, dem Fährhafen zu den Ålandinseln. Die Überfahrt mit Viking Line von dort aus kostet inkl. WoMo nur 48 EUR. Von Stockholm aus hätten wir fast 200 EUR mehr gezahlt.
In Kapellskär angekommen dürfen wir auf dem dortigen Campingplatz noch kostenlos unser Wasser auffüllen. Dann geht es auf die Fähre. Die Abfahrt ist ziemlich unspektakulär.

Abfahrt in Kapellskär
Mittlerweile regnet es und der Wind bläst frisch bei etwa 12 Grad. Als wir uns Mariehamn nähern kann ich draußen sogar meinen Atem sehen, so kalt ist es geworden. Auf die Ålandinseln freue ich mich ganz besonders - mal sehen was uns erwartet.

Ankunft in Mariehamn
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