Wenn einer eine Reise tut...
Montag, 3. August 2015
Finnland-Rundreise - Turku
Samstag, 6.6.2015
Das erste Mal während der Reise werden wir bei bedecktem Himmel wach. Auch sonst bin ich nicht bester Laune. Draußen sind rund 15 Grad. Nach dem Frühstück sehe ich mir den Strand an. Hier könnte man baden, aber heute habe ich keine Lust.
Später fahren wir mit dem Bus nach Turku. Inzwischen hat es angefangen zu regnen.

Dekorierter Baum in Turku
Wir laufen vom Marktplatz zum Fluss, dort entlang zum Dom und von dort zum Aboa Vetus (Itäinen Rantakatu 4–6, 20700 TURKU) Das ist eine Ausgrabung, die alte Überreste von Turku zeigt. Die Ausgrabung ist im Keller des Museums untergebracht. Wir sind ja nicht so die Museumsbesucher, aber diese Ausstellung ist klasse. Die Beschreibungen sind so gute gemacht und eine kleine Geschichte verbindet mehrere Stationen miteinander. Das hat sich gelohnt.

Dom von Turku

Danach laufen wir noch den Fluss entlang Richtung Hafen. Als wir Hunger bekommen, drehen wir um und suchen uns ein nettes Lokal. Im Fontana (Fontana Cafe, Aurakatu 1, 20100 Turku) essen wir Burger und Sandwich. Schmeckt klasse, ist bezahlbar und gefallen hat es uns auch.

Aboa Vetus

Danach wollen wir den Bus Richtung Ruissalo Camping nehmen und treffen den ersten Finnen, der kein Englisch spricht. Wir sind ganz überrascht, sind wir es aus Skandinavien doch gewohnt, dass wirklich alle Englisch sprechen. Ja nun offenbar doch nicht alle. Wir verständigen uns trotzdem und kommen schließlich am Campingplatz an. Morgen wollen wir weiter nach Naantali und Rauma.
Ach ja, es regnet nicht mehr, aber es ist bewölkt bei kühlen 14 Grad.
Fazit Turku: uns hat es nur mäßig gut gefallen. Die Stadt hat ein paar Highlights, wirkt auf mich aber sonst eher wie aus den 80er Jahren. Diese leicht negative Sicht mag aber auch dem Wetter und der mittelmäßigen Laune geschuldet sein.

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Finnland-Rundreise - Begegnung mit dem finnischen Festland
Freitag, 5.6.2015
Was soll ich sagen - wir werden bei Sonnenschein und blauem Himmel wach. Da wir an der schönen Sandbucht stehen, schreit das quasi nach einem Bad im Meer. Aber erst mal frühstücken. Leider fällt mir beim Aufgießen des Kaffees der Filter um und der gesamte Prütt spritzt in hohem Bogen durch das halbe WoMo. Die anschließende Reinigungsaktion benötigt genau die Zeit, die ich für das Bad eingeplant hatte. Dafür ist der Boden im WoMo schon wieder sauber gewischt, dazu auch die kleine Küche und ein Teil der Sitzgruppe. Alcantara ist eine prima Erfindung. Mit Spülen, Aufräumen und Einpacken wird es sogar noch knapp mit der Rückfahrt. Um 14:25 Uhr geht die Fähre nach Turku, wir müssen spätestens 30 min vorher einchecken und auch noch 45 min fahren. So kommen wir relativ knapp in Mariehamn an. Da wir als Bus eingecheckt sind, folgen wir der Busspur und stehen vor einem verschlossenen Tor. So spät sind wir eigentlich nicht dran. Das Tor öffnet sich und ein Fährmitarbeiter kommt auf uns zu. Er erklärt uns, dass wir reinkommen sollen und auf der ganz rechten Spur bis vorne zum Check-in fahren sollen - wohlgemerkt entgegen der Fahrtrichtung aller anderen Fahrzeuge. Leider haben weder er noch wir bemerkt, dass auf halber Strecke ein Bagger auf der Spur parkt. Auch mit den Fahrkünsten meines Liebsten kommen wir nicht zwischen Bagger und dem Gegenverkehr durch. Also schnappe ich mir die Unterlagen und lege die letzten 70m zum Schalter zu Fuß zurück. Die Dame am Check-in ist genauso entspannt wie ihr Kollege und überhaupt alle Åländer, die wir bisher kennengelernt haben. Sie drückt mir die Bordkarten in die Hand, das Siegel für die Gasflaschen und ein Schild, das wir ins WoMo legen sollen. Dann wünscht sie uns eine gute Fahrt. Mein Liebster schafft es das WoMo zu wenden und kurze Zeit später können wir auf die Fähre fahren.
Das Fazit unseres Åland-Besuchs: schöne Insel(n), es gibt ganz viele Radwege und eigentlich könnte man hier auch einen kompletten Urlaub verbringen. Die Åländer kommen uns sehr freundlich und entspannt vor. Wir bedauern, dass wir hier nur 2,5 Tage eingeplant haben.
Bei immer noch strahlendem Sonnenschein und rund 17 Grad fahren wir nun mit der Fähre Richtung Turku. Im Gegensatz zu den bisherigen Fähren, macht das etwas mehr den Eindruck einer Kreuzfahrt. Als wir in Mariehamn an Bord gegangen sind, war die Fähre zum Großteil auch schon mit Reisenden belegt, wir waren eigentlich nur eine Zuladung. Dafür war der Preis dieser Überfahrt mit Viking Line nicht unbedingt ein Schnäppchen (rund 300 EUR).

Fähre nach Turku

Die Fahrt selber dauert rund 5h und verläuft sehr sehenswert durch die Schären. Kurz vor der Ankunft in Turku scheinen die Schären links und rechts des Weges zum Greifen nahe. Eigentlich ist die Strecke nicht besonders lang, aber die Topographie zwingt den Kapitän zu einer Art Zick-Zack-Kurs. Wir bleiben lange an Deck in der Sonne sitzen und gehen erst als uns kalt wird unter Deck.

Fahrt durch die Schären

Als wir ankommen, steuern wir ohne Umwege den Campingplatz Ruissalo (Saaronniemi, Turku 20100) auf der gleichnamigen Halbinsel an. Hier ist schon etwas mehr los, als auf Åland. Aber nach der üblichen Stellplatzdiskussion finden wir schließlich ein nettes Plätzchen für uns und lassen den Abend bei einem Bier ausklingen. Das WoMo auf dem Nachbarstellplatz erringt noch unsere Bewunderung - es kommt aus Australien...

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